Transition Austria

Machbare Schritte und profunde Innovationen für eine zukunftsfähige Lebensweise

Stell dir vor, Trish Allen-Polaischer spricht in St. Georgen - und keiner geht hin.

Liebe Freunde,

Trish Allen-Poliascher, die Witwe von Joe Polaischer tourt mit Übersetzerin Margret (?) Holzer gerade durch Österreich und hält eine tolle Präsentation über 21 Jahre Rainbow Valley Farm in Neuseeland (http://www.rainbowvalleyfarm.co.nz/index_files/Page358.htm).

Gestern Abend im Stift St. Georgen. Wie viele von uns, die an Permakultur interssiert sind, wissen, war St. Georgen bis letztes Jahr eine Heimstätte für die Permakultur in Kärnten, doch der Vertrag der PIA mit St. Georgen wurde nicht verlängert. So gibt es zwar die von den Permakulturisten angelegten Kräutergärten noch, aber sie werden nicht mehr permakulturistisch betrieben. Viele von uns verweigern sich seither St. Georgen. Schade, eigentlich, das Permakultur für eine Bildungsrichtung (als solche scheint sich St. Georgen ja zu sehen) kein Thema mehr ist.

Also gestern Abend war Trish in St. Georgen und stellte die Rainbow Valley Farm und ihren Werdegang durch 21 Jahre hindurch vor. Im Publikum die Betreiber einer Bio-Baumschule (2), ein Herr, den ich leider nicht näher kennen gelernt habe (1), ehemalige Wooferinnen auf der Rainbow Valley Farm (2), noch jemand (? 1) und wir Earthskippers (2+1/2). Also 8 Personen.

Es war für mich ein wunderbarer Abend, obwohl ich die erste Hälfte des Vortrags mit den Tränen kämpfte. Zu groß ist für mich immer noch der Verlust des Lehrers und des Menschen Joe Polaischer. Doch wieder habe ich etwas neues gelernt und Ideen mitgenommen. Danach gab es noch ein gemütliches Zusammensein im Stiftscaffe.

Wo waren die Kärntner Permakulturisten? Wo waren, jene, die lernen wollen, zu gärtnern und mit der Natur zu leben?

Lag es am Austragungsort St. Georgen, lag es daran, dass es Samstag Abend war, lag es daran, dass die Permakulturisten aus ihren Gärnten unabkömmlich waren?

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Antworten auf diese Diskussion

Hallo Michi, ja ich kann deine Traurigkeit verstehen, wo sind die Leute alle?! ... ich war gestern aber wieder auf einer erhebenden Veranstaltung. Fest.Über.Leben.Reden, das Gegentönefestival im Wissensturm in Linz, die Veranstalter waren von der Teilnehmerzahl begeistert, aber in Anbetracht was gerade los ist, hätte er Wissensturm aus allen Nähten platzen müssen!

Wahrscheinlich sind die Vorträge mit Trish auch ein wenig zu spät erst "transportiert" worden, ich erhalte ja diese Infos immer erst über "Umwege" da ich aus einem bestimmten Verteiler GESTRICHEN worden bin! Ich freue mich, dass Trish auch für uns in Wels einen Vortrag abhalten und einige Tage mit uns verbringen wird. Ich glaube die 25 Kursteilnehmer unseres PDC freuen sich jetzt schon auf Trish und ihre Erfahrung.

Gruss

B:orni
Hi B:orni,

ja ich hoffe, Ihr könnt so viel mitnehmen, wie ich gestern.

Ich glaube, ich habe gestern auch begonnen zu verstehen - und heute ist dann der Groschen bei mir entgültig gefallen, als Inga mir "the latest news von Marcin Jakubowski" erzählte. Weißt Du, ich habe jeden Wissensaustausch mit Dir, jedes Treffen mit Euch Grubers so sehr genossen, so viel gelernt und ich hoffe wir werden noch viel gemeinsam unternehmen. In meinen Augen bringt Perma Norikum wirklich was weiter - so fern ich das aus jenseits des Alpenhauptkammes beurteilen kann - während mir die Permakulturisten in Kärnten - zu denen ich mich auch zähle und damit ist es sicher auch eine Form von Selbstkritik - abgekapselt und seperatistisch vor. Ich kenne den Kreis um Ali Scheichenbauer, der IMHO am Zerfallen ist, ich kenne einige Leute, die mit Marlies Ortner und Sankt Georgen verbunden sind, das sind hauptsächlich Landwirte, die große Flächen zur Verfügung haben und zertifizerte Trainer in der PIA, die alle mit PK Geld machen wollen. Das sei ihnen auch zugestanden, doch ich gehe lieber zu jemanden, der etwas vorweisen kann, so wie zu Euch nach Wels, zu Ali, zu Trish, bei denen ich den Eindruck habe, dass die Wissensvermittlung ein Nebenprodukt der Arbeit mit dem Land und dem Leben ist, nicht der Hauptzweck und nicht der "Geschäftszweck".

Ihr mögt belächelt oder von Verteilern gestrichen werden (wobei ich natürlich nicht weiß, von welchem), aber Permakultur (Take care of ... even humans) heißt für mich auch nachhaltig mit der Ressource Mensch, mit meinem ich umzugehen. Ich möchte nicht von der Tretmühle meines Jobs (wo ich versuche die Ausbeutung möglichst hinten an zu halten) in eine andere Tretmühle Permakultur (wo ich den Vorstellungen von div. Integrationsfiguren - oder eben Nicht-Integrationsfiguren entsprechen muss) geraten. Es muss einfach reichen, dass ich mein Tempo und meine Schritte mache und Permakultur nicht sektenartig in mich aufsauge. Ich weiß, dass jeder Schritt wichtig ist, dass vermutlich jedes Tempo zu langsam ist, aber ein Burn-out, und mag es auch von PK kommen, halte ich für ebenso sinnlos, wie ein Leben ohne PK.

Es mögen mir also alle eingefleischten Permakuturisten verzeihen, dass ich, auch ohne den Begriff "Permakultur" gekannt zu haben, ohne PK-Designer-Zertifikat bereits versucht habe, nach Grundsätzen, deren oberste Prämisse war "Take care of our only planet", zu leben. Ohne, dass ich so fantastische Leute wie Euch Grubers, Ali, Joe oder sonst wenn gekannt habe. Dass es mehr Leute mit dieser Grundeinstellung gibt, festzustellen, war und ist ein herrliches Gefühl (habe dieses Wochenende gerade Kontakte nach Slowenien, die seit ca. 1 Jahr per Mail bestanden, durch ein persönliches Treffen vertieft). Ich bin gern bereit zu lernen, was ich noch nicht weiß oder kann und ich stelle Fragen, die ich gern beantwortet hätte, aber ich werde weder meine Meinung ohne Lernerfahrung ändern noch gegen meine Überzeugungen handeln, selbst wenn Bill Mollison es selbst von mir fordern würde. Und ich würde weder mich noch meine Famile ausbeuten, selbst wenn Bill Mollison es fordern sollte (was ich mir nicht vorstellen kann).

So gesehen, ist jedes DOING in PK für mich wichtig, und essentiell. Mag es kommen von jenen, die ausschließen oder jenen die ausgeschlossen werden. Ich wünschte nur, wir alle Permakulturisten und Transitionisten, alternitive Energien-Verfechter, Anarchisten, etc. wären nicht so sehr auf unsere Unterschiede und trennenden Markmale bedacht. Wir haben andere "Gegner" und die sind ohnehin schon viel zu stark.

Michi
Hallo liebe Michi, also wir haben unseren Stadl zum Bersten gebracht, wir hatten knapp 50 Leute beim Vortrag von Trish, mehr hätten nicht mehr rein gepasst! Ich hab auch von einem professionellen Filmteam den Vortrag aufzeichnen lassen, der Film wir gerade geschnitten und wird in den nächsten Wochen zu haben sein

cu

B:orni
Hi B:orni,

das freut mich ganz besonders für Euch!
Liegt sicher auch daran, wie Du Dich für die Bewerbung der Veranstaltung (und aller anderen von Trish) ins Zeug gelegt hast.

Hätte ich nicht von Dir damals den Hinweis auf den Termin bekommen, hätte ich St. Georgen vermutlich auch versäumt.

cu

Michi
habe vom termin nix mitbekommen. lese erst jetzt davon, vielleicht ist das vielen so gegangen?

lg matthias
Hi Matthias,

die Veranstaltung wurde hier aquf Transition Austria angekündigt.

lg Michi
Wer Trisch versäumt hat kann sie hier noch treffen
www.permakultur.net

Liebe Grüße Gerald Bauer
- für Permakultur Austria

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