Transition Austria

Machbare Schritte und profunde Innovationen für eine zukunftsfähige Lebensweise


wir werden viele Hugo Chavez

liebe freunde,

mit der zeit sind wir in der lage, unsere trauer und unseren schmerz ueber den tod unseres grossen freundes, senor Hugo Chavez, zu verstehen, uns bewusst werden zu lassen, es als ein teil unseres lebens zu begreifen. es wird uns nie verlassen. aber indem wir uns unseren gefuehlen und unserem denken oeffnen, sind wir in der lage, es produktiv in unser leben einwirken zu lassen. dann laehmt es uns nicht mehr, dann ist es keine last, die durch verdraengung aufgeloest werden will. dann wird es konstitutiv.

wenn wir trauern und unseren schmerz bewusst erleben, erkennen wir, woher es kommt. erkennen wir, warum wir traurig sind, was unseren schmerz begruendet. senor Hugo Chavez war den menschen verpflichtet, dem wohlergehen aller, den moeglichkeiten fuer alle, sich zu entfalten, ihre kreativen kraefte zu entwickeln. er wusste immer, dass die kraft einer gesellschaft in den kraeften der menschen ruht, sie als ihre bedingung vorraussetzt.

er liebte die menschen, frauen und maenner, jung und alt, klein oder gross. es ist sein ungebrochener humanismus, der ihm die klarheit gab. dieser hat sich entwickelt aus seinem eigenen leben. er kannte den lebenskampf, die anstrengungen, trotz widriger umstaende stabilitaet in das familiaere und nachbarschaftliche leben einzubringen. er hat sehr gut verstanden, wie staatlich repressive konstruktionen der mehrheit der bevoelkerung die entwicklungsmoeglichkeiten rauben wollen. er wusste um die bedingungen elitaerer strukturierung, die sich im klassendenken der reichen und herrschenden ausdruecken. er wusste darum, dass sie nur auf der allgemeinen sklaverei basieren, auf der konstruktion von privilegien und vorrechten, die immer den ausschluss und die ausgrenzung der allgemeinheit erzwingen.

er wusste darum, dass klassensysteme nie aus unserem natuerlichen wesen entspringen. sie sind immer ergebnis gewaltbasierender konstruktionen mit repressiver, selektiver entwertung.

er wusste darum, dass die menschen in der lage sind, kraft ihrer einsicht und ihres verstaendnisses in die existenzbedingungen der klassenherrschaft sie ueberwinden zu koennen. dass dies kein akt des spontanen zufalls ist, sondern ergebnis stetiger und geduldiger, manchmal auch ungeduldiger und radikaler, transformation und seiner kritischen reflektion. es sind recursive prozesse, die aus sich heraus wachsen. wenn die tueren einmal geoeffnet sind, dann sind sie nicht mehr verschliessbar. es sind evolutionaere prozesse, die in manchen situationen auch revolutionaere aktionen notwendig machen. dies immer dann, wenn wir blockiert und unser weg versperrt wird. dann agieren wir revolutionaer, destruktiv, zerstoeren die blockaden, durchbrechen die sperren.

er wusste darum, dass wir in Venezuela damit nicht allein sind. dass es ein prozess in ganz Lateinamerika ist, die sklaverei aufzuloesen, die pluenderung des kontinenten, seiner natuerlichen und menschlichen ressourcen zu beenden, die zukunft neu und in unserem sinne der kooperation und gegenseitiger hilfe zu gestalten.

und er wusste darum, dass dieser prozess ein weltweiter ist, ein planetarer, ein globaler. wir agieren hier als teil der grossen weltbevoelkerung in Venezuela und Lateinamerika, beenden den raub, die vertreibung, die private aneignung allgemeiner und gemeinschaftlicher gueter und ressourcen, verankern das selbstbestimmungsrecht der menschen in ihren lokalen lebensraeumen, beenden die gewalt, indem wir weltweit das militaer mit seinen infrastrukturen aufloesen.

indem wir die ideen und zielsetzungen unseres freundes, senor Hugo Chavez, in uns aufnaehmen, als teil von uns selbst werden lassen, werden wir zu vielen Hugo Chavez. er lebt in uns weiter, er vervielfacht sich, er wird in uns zum brausenden sturm, der jegliche blockaden hinweg reisst. so wie er aus dem venezuelanischen volk erwachsen ist, getragen von der uebereinstimmung in den zielen mit den vielen, erwaechst aus uns vielen die kraft des gemeinsamen.

wir brauchen uns nicht davor zu fuerchten, fehler zu machen. wenn wir menschen aktiv sind, machen wir immer auch fehler. im deutschen sagen wir dazu: "wo gehobelt wird, da fallen spaene". nur wenn wir uns der taetigen aktion entziehen, machen wir keine fehler, weil wir dann auch nichts tun. das lernen aus fehlern, das erkennen und erspueren ihrer bedingungen, bringt uns weiter hin zur klarheit. erweitert unser verstaenndis. es sind unserem wesen entsprechende ablaeufe, sie sind teil unseres seins.

auch unser freund Hugo Chavez war sich dessen bewusst. sein leben lang hat er sich dem studiom gewidmet, sein wissen und seine einsichten vertieft, sein denken geprueft und hinterfragt. auf diesen prozessen ruht die entwicklung der menschlichen wissenschaften, der klarheit und schaerfe des denkens. dies werden auch wir tun. uns der kritischen reflexion verschreiben, sie als teil unserer lebensweise entfalten. so sind wir davor geschuetzt, falsche wege zu ende zu gehen, uns im konstruktiven nebel zu verlieren.

in unserer vielfalt liegt die kraft. "wenn Ideen sich verbreiten, dann werden sie zur Wirklichkeit" (Albert Einstein). in der frage der ideenentwicklung gehen wir keine kompromisse ein. die ideen und visionen verbinden uns, lassen das gemeinsame entstehen, auch wenn wir in den unterschiedlichen regionen und geografischen orten andere wege gehen, um uns unseren gemeinsamen zielen anzunaehern. in der wahl der wege sind wir immer hoechst tolerant. wir koennen dies tun, weil wir unseren gemeinsamen zielen sicher sind.

die ehrlichkeit uns selbst gegenueber brauchen wir. wir brauchen die freiheit, auch unsere eigenen maengel annehmen zu koennen. mit dem entstehen des wissens entsteht auch das wissen um unsere unwissenheit. erst wenn wir wissend werden, wissen wir auch, was wir nicht wissen. aus dem wissen entstehen die fragen. immer. das eintauchen in die fragen gesellschaftlicher organisationen erzeugt sofort die fragen um das wesen und den inneren gehalt. auch dies sind unserem wesen entsprechende zirkulaere prozesse. sind evolutionaerer natur, konstruktiv, kostituierend.

wir muessen keine angst vor der zukunft entwickeln, wir brauchen uns vor nichts zu fuerchten. die zukunft ist auf unserer seite, wenn wir das prinzip der gleichwertigkeit aller menschen anwenden, so wie es unser freund Hugo Chavez auch getan hat. wenn wir uns der kooperation als teil unseres natuerlichen wesens verschreiben. wenn wir uns als teil eines grossen ganzen verstehen. wenn uns die menschen wichtig sind.

wir werden viele Hugo Chavez. senor Hugo Chavez lebt in uns. immer.

Willi Übelherr, 10.03.2013
wube@gmx.net
Merida/Venezuela

REDES Comunales Merida
www.redescomunalesmerida.wordpress.com
redescomunalesmerida@gmail.com

Seitenaufrufe: 76

Hierauf antworten

© 2019   Erstellt von Franz Nahrada.   Powered by

Badges  |  Ein Problem melden  |  Nutzungsbedingungen