Transition Austria

Machbare Schritte und profunde Innovationen für eine zukunftsfähige Lebensweise

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Transition Kärnten

Machbare Schritte und profunde Innovationen für eine sichere Energiezukunft in Kärnten

Mitglieder: 19
Neueste Aktivitäten: 25. Feb 2016

WAS IST EINE TRANSITION STADT (DORF,REGION)?

Eine Übersetzung des Mission Statement des Transition Towns-Netzwerks

Das ist unsere Erfahrung mit einem Transition Movement...

Alles beginnt mit einer kleinen Gruppe motivierter Leute in einer Gemeinde, die ein Ziel verbindet: wie kann unsere Gemeinde auf die Herausforderungen und Möglichkeiten von Peak Oil und Klimawandel antworten?

Sie beginnen damit, eine Startgruppe zu bilden und eignen sich das Transition-Modell an (siehe ausführliche Erläuterungen hier). Ihre Intention dabei ist, einen signifikanten Teil der Leute in ihrer Gemeinde dafür zu begeistern, eine Transition Initiative zu starten.

Eine Transition Initiative ist eine Gemeinde (dafür gibt's schon viele Beispiele), die dabei zusammenarbeitet, Peak Oil und dem Klimawandel ungeschminkt in die Augen zu sehen. Eine Transition Initiative stellt sich der folgenden GROßEN FRAGE:

"Wie können wir für alles, was die Gemeinde braucht um sich zu erhalten und zu gedeihen, die energetische und ökonomische Autonomie deutlich erhöhen (um den Peak Oil-Schock abzufedern) und die Kohlendioxidemissionen drastisch reduzieren (um den Klima-Schock zu verringern)?"

Das geschieht, indem die Initiative einen ganzheitlichen und kreativen Prozess mit folgenden Schritten durchläuft:

* Bewusstseinsbildung über Peak Oil, Klimawandel und die Notwendigkeit, einen partizipativ gesteuerten Prozess für Energie- und Wirtschafts-Autonomie auf Gemeindeebene zusammen mit CO2-Emissionsreduktionen beginnen
* Verbindungen zu existierenden Gruppen auf lokaler Ebene aufbauen
* Brücken zur Stadt- und Landesregierung bilden
* Verbindungen zu anderen Transition Initiativen aufbauen
* Arbeitsgruppen bilden, die sich mit den Schlüsselgebieten des Lebens befassen (Nahrung, Energie, Transport, Gesundheit, Herz & Seele, Ökonomie & Wohlstand, etc.)
* Projekte lostreten mit dem Ziel, das Verständnis für energetische und ökonomische Autonomie und CO2-Emissionsreduktion zu fördern und partizipatives Engagement zu stärken
* schließlich: einen partizipativen, durch die Gemeinde lokal und selbst implementierten "Energieabwicklungs-Aktionsplan" für die nächsten 15-20 Jahre erstellen

All dies ergibt eine Reihe miteinander koordinierter Aktivitäten. Sie umfassen alle Lebensbereiche. Sie stellen die energetische und ökonomischen Autonomie wieder her, die wir aufgrund von billigen Erdöl verloren haben. Sie reduzieren unsere CO2-Emissionen drastisch.

Damit erkennt eine Transition Town zwei Kernpunkte an:

* dass wir eine enorme Menge an Kreativität, Erfindungsgeist und Anpassungsfähigkeit für den Ausbau der fossilen Energie nutzten, und dass wir deshalb dieselben Fähigkeiten für den Rückbau fossiler Energiesysteme nutzen können

* wenn wir es gemeinsam angehen und früh genug aktiv werden, dann ist die Chance groß, dass wir eine Lebensweise entwickeln, die: (1) mehr auf sozialer Verbundenheit beruht, (2) pulsierender ist, (3) mehr in Kontakt mit unserer Umwelt steht als die erdölabhängige Tretmühle, in der wir heute stecken.

Schlusspunkt

Klimawandel und Peak Oil sind zwei Seiten derselben Herausforderung, denn:

* der Klimawandel macht eine CO2-Reduktion notwendig
* Peak Oil macht sie unvermeidbar
* Transition Initiativen machen sie praktikabel und attraktiv (soweit wir das bis jetzt sagen können...)


Diskussionsforum

"Eine andere Welt ist pflanzbar" - Gemeinschaftsgärten als Transition Klagenfurt-Projektschwarm? 2 Antworten

Gestartet von Andreas Exner. Letzte Antwort von Andreas Exner 12. Jun 2009.

Der einfachere Weg

Gestartet von Andreas Exner 23. Mai 2009.

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Kommentar

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Kommentar von Elisabeth Walcher am 19. Juni 2010 um 9:32am
seit gestern Mittag ist es fix - wir bekommen einen Gemeindegarten!!! nur einen Hüpfer über die Stadtmauer von jenem anderen entfernt. wir starten am Dienstag Nachmittag mit Gartenplanung und gartentechnischen Überlegungen, jetzt heißts rasch handeln, damit wir den Garten heuer noch ein wenig bebauen können!
Kommentar von Elisabeth Walcher am 11. Juni 2010 um 9:37am
lieber Andreas, wir hatten bereits einen Garten (nach Sabines Vorbild =), als wir grad beginnen wollten wars dann dem Gartenbesitzer doch zu viel "Fremdes", was da aus- und eingehen wollte - der Garten sollte ja interkulturell werden. derzeit liegt unser Konzept auf der Gemeinde St. Veit, wir haben bereits einen weiteren Garten gefunden und warten auf Rückmeldung, ob wir den ein paar Jahre benutzen können. ja, und dann - seid ihr alle herzlichst eingeladen!!!
Kommentar von Andreas Exner am 11. Juni 2010 um 9:29am
hallo elisabeth
das klingt ja auch sehr spannend! wusste noch überhaupt nicht, dass es in st.veit ein frauengartenproj. gibt! sollten wir uns mal treffen oder eine kleine gruppenexkursion dorthin machen? oder jedenfalls irgendwie mal persönlich reden. die erreichbarkeit ist oft und das entscheidende problem. lg, a
Kommentar von Andreas Exner am 11. Juni 2010 um 9:27am
hi sabine
kenn ich noch nicht. habs überflogen, schaut gut aus: sinnvoll und praktikabel! sollte man verbreiten.
was die vereinsfrage angeht, wegen "gemeinschaftlicher landbewirtschaftung". elisabeth loibl vom inst. f. bergbauernfragen hat mir geschrieben, dass man mind. eine person braucht, die eine landw. ausbildung hat oder bäuerin/bauer ist. dann geht aber alles klar mit ackerkauf. elisabeth macht auch workshops zu ernährung, landwirtschaft, subsistenz. sie meinte, auch wenn wir nichts oder wenig zahlen können, könnte man überlegen, ob sie was anbietet.
lg, a
Kommentar von Sabine Jakosch am 11. Juni 2010 um 9:16am
Hallo Andreas,

apropo, wie lang die Finanzmärkte noch halten...

Matthew macht da einen blog zu Geld und Resilience etc.

hab ich Dir das schon mal gezeigt ?

http://www.google.com/reader/shared/user/10873299502629559260/label...
Kommentar von Elisabeth Walcher am 10. Juni 2010 um 9:15pm
schönen guten Abend rundherum,

habt ihr euch schon mal mit Camphill Liebenfels und den angeblich brachliegenden Gärten auseinandergesetzt? für unser Frauengartenprojekt in St. Veit ists zu weit außerhalb liegend, die Frauen erreichen dieses Gebiet nicht mehr zu Fuß, mit dem Bus oder per Rad, wie wir es uns wünschen. ich hab was läuten hören, dass nach dem Tod der Gründerin vieles neu strukturiert wurde und wird - und möglicherweise ist jetzt ein recht guter Zeitpunkt, mal zu schauen und zu reden... glg Lisa
Kommentar von Andreas Exner am 2. Juni 2010 um 12:14pm
Hi Michaela
Danke für Deine Mitteilung. Stimmt, in Stadtnähe ist es sicher schwerer 1. überhaupt was angeboten zu finden, 2. zu dem Durchschnittspreis. Ich denke mir inzwischen, dass man auch in Richtung Norden (Glantal) schauen sollte, oder einfach überall wo in Stadtnähe oder mit guter öffentlicher Erreichbarkeit was angeboten wird. Pacht würde ich nicht so attraktiv finden. Es geht schließlich um ein dauerhaftes Projekt der Ernährungssouveränität - auch wenn es nur ein Minimini-Schritt ist. Als Nicht-Bauer kann man an sich schon Ackerland erwerben, bis zu einer bestimmten Grenze (genaue Zahl vergessen), die wir nicht erreichen würden, sollte es rein formal kein Problem sein. Wesentlich ist aber der Verein mit Zweck "gemeinschaftliche biologische Landbewirtschaftung" - da sollten auch Bäuerinnen/Bauern angesprochen werden, um mitzutun. Das Gesetz schreibt scheinbar nur vor, dass der Zweck der Landbewirtschaftung gewährleistet sein muss, dazu muss man an sich kein Bauer im formalen Sin sein (aber das entscheidet letztlich eine "Grundverkehrskommission", soweit ich weiß). Wald kann man sicher als Nicht-Bauer erwerben, da kenn ich selbst Leute. Das Nadelöhr ist momentan dass ich mal das money auf die Pranke brauche (solange sollten die Finanzmärkte also zumindest noch halten :). Danke für die Links! LG, Andreas
Kommentar von Michaela Kohlbacher Schneider am 2. Juni 2010 um 11:53am
Hi Andreas und Co,
super Idee. Werde hoffentlich noch diese Woche mein letztes Gemüsebeet fertig stellen und dann gibt's Bericht und Fotos auf nachhaltigleben.info. Dass der Acker im Umland von Klagenfurt so günstig sein soll, würde mich überraschen, aber man soll das beste hoffen. Weißt du eigentlich schon, wie du als nicht Bauer Ackerland (oder auch Wald) erwerben kannst? (würde mich auch interessieren, da ich einen sehr interessanten Bericht über Niederwaldwirtschaft in die Hände bekommen habe (Wen es interessiert: Ben Law Woodsman.
Wir arbeiten übrigens an einer Permakultur-Wiki unter permawiki.eu, und hoffen auf rege Beteiligung.
Kommentar von Andreas Exner am 31. Mai 2010 um 2:55pm
gute frage. ich hoffe, dass ich aus den aktien rund 3000 euro herausbekomme. angeblich kostet ein quadratmeter acker im schnitt 2 euro. wären also maximal rund 1500 quadratmeter bzw. 1/4 hektar maximal. Ich denke für eine kleinere Gruppe für den Beginn ganz okay, mit Spielraum, oder? (Man muss auch Platz für Komposthaufen, Hüttchen etc. wegrechnen - falls da rechtlich nichts dagegen spricht, einen Acker zu "Gemüsegarten" sozusagen praktisch umzuwidmen...)
Kommentar von Inga von Boehm-Bezing am 31. Mai 2010 um 2:50pm
..und wieviel Grund sollte sein?
 

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