Transition Austria

Machbare Schritte und profunde Innovationen für eine zukunftsfähige Lebensweise

Kriterien für eine Transition Initiative

Die Transition Initiative Klagenfurt hat ein kurzes Dokument übersetzt, das die wichtigsten Punkte zusammenfasst.
Eine Übersetzung des Mission Statement des Transition Towns-Netzwerks

Das ist unsere Erfahrung mit einem Transition Movement...

Alles beginnt mit einer kleinen Gruppe motivierter Leute in einer Gemeinde, die ein Ziel verbindet: wie kann unsere Gemeinde auf die Herausforderungen und Möglichkeiten von Peak Oil und Klimawandel antworten?

Sie beginnen damit, eine Startgruppe zu bilden und eignen sich das Transition-Modell an (siehe ausführliche Erläuterungen hier). Ihre Intention dabei ist, einen signifikanten Teil der Leute in ihrer Gemeinde dafür zu begeistern, eine Transition Initiative zu starten.

Eine Transition Initiative ist eine Gemeinde (dafür gibt's schon viele Beispiele), die dabei zusammenarbeitet, Peak Oil und dem Klimawandel ungeschminkt in die Augen zu sehen. Eine Transition Initiative stellt sich der folgenden GROßEN FRAGE:

"Wie können wir für alles, was die Gemeinde braucht um sich zu erhalten und zu gedeihen, die energetische und ökonomische Autonomie deutlich erhöhen (um den Peak Oil-Schock abzufedern) und die Kohlendioxidemissionen drastisch reduzieren (um den Klima-Schock zu verringern)?"

Das geschieht, indem die Initiative einen ganzheitlichen und kreativen Prozess mit folgenden Schritten durchläuft:

* Bewusstseinsbildung über Peak Oil, Klimawandel und die Notwendigkeit, einen partizipativ gesteuerten Prozess für Energie- und Wirtschafts-Autonomie auf Gemeindeebene zusammen mit CO2-Emissionsreduktionen beginnen
* Verbindungen zu existierenden Gruppen auf lokaler Ebene aufbauen
* Brücken zur Stadt- und Landesregierung bilden
* Verbindungen zu anderen Transition Initiativen aufbauen
* Arbeitsgruppen bilden, die sich mit den Schlüsselgebieten des Lebens befassen (Nahrung, Energie, Transport, Gesundheit, Herz & Seele, Ökonomie & Wohlstand, etc.)
* Projekte lostreten mit dem Ziel, das Verständnis für energetische und ökonomische Autonomie und CO2-Emissionsreduktion zu fördern und partizipatives Engagement zu stärken
* schließlich: einen partizipativen, durch die Gemeinde lokal und selbst implementierten
"Energieabwicklungs-Aktionsplan" für die nächsten 15-20 Jahre erstellen

All dies ergibt eine Reihe miteinander koordinierter Aktivitäten. Sie umfassen alle Lebensbereiche. Sie stellen die energetische und ökonomischen Autonomie wieder her, die wir aufgrund von billigen Erdöl verloren haben. Sie reduzieren unsere CO2-Emissionen drastisch.

Damit erkennt eine Transition Town zwei Kernpunkte an:

* dass wir eine enorme Menge an Kreativität, Erfindungsgeist und Anpassungsfähigkeit für den Ausbau der fossilen Energie nutzten, und dass wir deshalb dieselben Fähigkeiten für den Rückbau fossiler Energiesysteme nutzen können

* wenn wir es gemeinsam angehen und früh genug aktiv werden, dann ist die Chance groß, dass wir eine Lebensweise entwickeln, die: (1) mehr auf sozialer Verbundenheit beruht, (2) pulsierender ist, (3) mehr in Kontakt mit unserer Umwelt steht als die erdölabhängige Tretmühle, in der wir heute stecken.

Schlusspunkt

Klimawandel und Peak Oil sind zwei Seiten derselben Herausforderung, denn:

* der Klimawandel macht eine CO2-Reduktion notwendig
* Peak Oil macht sie unvermeidbar
* Transition Initiativen machen sie praktikabel und attraktiv (soweit wir das bis jetzt sagen können...)






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