Transition Austria

Machbare Schritte und profunde Innovationen für eine zukunftsfähige Lebensweise

Ein Interview mit sehr vielen spannenden Denkanregungen gibt Niko Paech in 2 Teilen im Oldenburger Lokalteil:

ein Zitat:

"Die andere Sache ist: Ich weigere mich beharrlich, das von mir in die Diskussion eingebrachte Konzept der Suffizienz …

… das die Entschleunigung und Entrümpelung eines überbordenden Konsumverhaltens beschreibt …

… als Verzicht zu bezeichnen. Reduktionsleistungen im Hinblick auf die Ansprüche an materielle Selbstverwirklichung sind nicht notwendigerweise Verzicht. Sie können auch Befreiung vom Überfluss bedeuten. Darum geht es mir: Logiken zu entwickeln, die verständlich – oder sogar fühlbar – machen, dass Reduktionsleistungen bis zu einem bestimmten Punkt etwas mit Selbstschutz zu tun haben, mit Abwurf von Wohlstandsballast, der doch sowieso nur unser Leben verstopft. Damit ist aber auch schon gesagt, dass es um Reduktionsleistungen gradueller Art geht – ich würde nie in Abrede stellen, dass Konsum ein wichtiger Bestandteil des modernen und freien Lebens ist. Nur macht die Dosis das Gift. Die Frage ist: Wie kann man Konsum so entschleunigen oder seine Frequenz so verringern, dass auf diese Weise die einzelne Konsumhandlung letztlich mehr Genuss generiert, als wenn sie in einer Lawine vieler Konsumhandlungen untergeht? Das ist der Trick dabei: Kein Verzicht, sondern eine neue Rationalität des Konsums."

Zum Nachlesen:

erster Teil Die Verstopfung der Welt

zweiter Teil „Letzte Zuckungen eines Körpers, der nicht sterben will“

Seitenaufrufe: 33

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