Transition Austria

Machbare Schritte und profunde Innovationen für eine zukunftsfähige Lebensweise

The Economics of Happiness trailer (high resolution)

http://theeconomicsofhappiness.org/ - ein Film aus einer ganzheitlichen Perspektive, der ein Schlaglicht auf ein in Wahrheit total ineffizientes System der Verschwendung liefert und klare Alternativen aufzeigt.

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Kommentar

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Kommentar von ursula gerhold am 25. Januar 2011 um 11:48pm

Seltsam, ich hab in dem Zusammenhang das Wort "happiness" als Fröhlichkeit und Freude empfunden. Economics of Happiness versteh ich als fröhlich zufriedenes zusammen leben und miteinander arbeiten.

Aus Freude daran, am Leben zu sein und dieses kreativ gestalten zu können.

Aber Du hast schon recht, Nicolas, das ist die Herzensvision und die entspricht definitiv selten unserer aktuell erlebten Wirklichkeit.

Logischerweise springen die Marketing-Geier sofort auf jeden angedeuteten Mainstream auf und beginnen die schönsten Ideen zu pervertieren.

Es hilft gar nichts, wir müssen einfach gut aufpassen, nicht drauf reinfallen, viel darüber erzählen, uns gegenseitig bestärken, keine Angst davor haben! und wenn möglich ein bißchen schlauer sein als sie.

Ich als Person muß mich nicht benützen lassen, wenn ich den Mechanismus durchschaue.

Ich schaue kurz hin, um genau zu verstehen. Das weckt in mir Zorn und Wut über die Ungerechtigkeit und Lieblosigkeit zu der Menschen fähig sind. Aber ich kämpfe nicht dagegen (ich will meine Kraft nicht verschwenden), ich versinke auch nicht in Bitterkeit und Selbstmitleid (ich will meine Kraft verwenden). Ich freu mich über die Kraft zur Veränderung, die in meinem Zorn steckt. Und dann richte ich meine Aufmerksamkeit in eine andere Richtung, wo ich die ganze Ladung Energie gebrauchen kann, um die Welt gerechter und liebevoller zu gestalten. Zum Beispiel auf dieses Netzwerk.

alles Liebe

Ursula

Kommentar von Nicolas Gergaud am 25. Januar 2011 um 3:04pm
Wenn wir beide glücklich sind, heißt es nicht, dass das Glück aus demselben objektiven Grund kommt. Trivial gesagt, das Geschmack einer Birne könnte bei dir wirken sowie das Geschmack eines Apfels bei mir wirkt. Jedoch das Gefühl (Glück) hat für uns den gleichen subjektiven Wert: wir sind beide Glücklich. Jedoch können wir unser Glück weder tauschen noch vergleichen.

Wenn diesen subjektiven Wert in einem utilitaristischen Maximierungsprozess eingeleitet wird, dann mache ich mich Sorgen. Ja, und es ist auch meine personelle Meinung, ich mache mich Sorgen, wenn Coca Cola das Observatorium des Glückes (geleitet von Wissenschaftler des CNRSs) gründet, oder wenn David Cameron das Glück als komplementärer Maßstab des Wohlstands (jedoch bedingt mit einem steigenden ökonomischen Wachstum) bevorzugt. Für mich, das ist hier nur eine Anpassung von dem „Top“, das zum „Down“ sagt: "kauf dich glücklich" (und glaub bitte daran)! Laut dem Psychologe und Wirtschaftsnobelpreisträger Daniel Kahneman sind die Leute im allgemein ihrem Glück (Happiness) nicht bewusst. Das würde heißen, dass eine gezielte Propaganda (durch Werbung) die Sache „erleichtern“ könnte. Was gut für das Wachstum ist, ist auch gut für dein Glück! Was dich glücklich macht, ist auch gut für das ökonomische Wachstum! Solches Motto verhindert, dass die Leute Alternative sehen, oder gar daran denken. So sehe ich dieses Glücksdiktat!

Ich bin noch jung, aber ich sehe, dass trotz der Hegemonie des „Ökonomismus“ viele Menschen an der Gestaltung neue Paradigmen der (lokalen, regionalen und globalen) Entwicklung beschäftigt sind. Ich selbst strebe nach einer emanzipatorischen Entwicklung, die die Souveränität und die fundamentale Werte (Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit) zurückruft. Ohne das Glück messen zu sollen, sondern es einfach erleben und leben lassen!


PS: was meinst du mit "Eudämonia ohne Inhalt"?
Kommentar von Franz Nahrada am 25. Januar 2011 um 12:29pm

Danke Nicolas. Die Statistiken waren jetzt auch im neuen Zeitgeist Movie und es handelt sich wirklich um fundamentale und lange ignorierte Wahrheiten. Wir haben uns massiv in die Scheiße reiten lassen.

 

Ich glaube nicht dass es zu einer Glücksdiktatur kommen muss. Glück ist für alle etwas Verschiedenes, und es kommt darauf an dass wir diese Verschiedenheit in die Welt bringen! Als Dörfer, Gemeinschaften und Regionen mit Werten, und als Suche und ungezwungene Mobilität der Individuen!

 

"Eudämonia" ohne Inhalt gibt es nicht!

Kommentar von Nicolas Gergaud am 25. Januar 2011 um 12:12pm

Ich bitte euch im voraus für mein gebrochenes deutsch um Verzeihung!

 

In der Siebziger wurde das „Easterlin Paradox“ von Easterlin gezeigt.


Einerseits, innerhalb eines Landes, jene Leute mit einem hohen Einkommensniveau sind glücklicher als diejenige die weniger Geld haben. In anderen Worte:“ Ein Haus mag groß oder klein sein, solange die es umgebenden Häuser ebenfalls klein sind, befriedigt es alle gesellschaftlichen Ansprüche an eine Wohnung. Erhebt sich aber neben dem kleinen Haus ein Palast und das kleine Haus schrumpft zur Hütte zusammen“ (Karl Marx). Das Prestigekonsumgesellschaft macht die Reicher glücklich , während alle anderen, die es wollen aber es nicht leisten können, frustriert sind.


Anderseits, bei internationalem Vergleich das aggregierte Glück der Bevölkerung korreliert nicht unbedingt mit dem Einkommensniveau, bzw. das Niveau des ökonomischen Wachstums (zumindest ab einem bestimmten Einkommensniveau, das eine Abdeckung der fundamentalen Bedürfnisse ermöglicht). Dieses beobachtbare Phänomen würde auch von Cummins als „homeostatic control“ bezeichnet.



So jetzt, als das ökonomische Wachstum immer mehr kritisiert wird, kommt das Glück wieder in der Debatte. Es scheint, dass das herkömmlich BIP mit dem Glück ergänzen wird. Man kann allerdings denken, dass es eine wunderbare Entwicklung, oder gar Fortschritt ist. Jedoch sehe ich auch eine Gefahr à la „Brave New World“ – eine hedonistische orientierte Diktatur. Ich stelle mich nicht eine Gesellschaft vor, wo es ein „Pflicht“ glücklich zu sein gibt, nur um der „Entwicklung“ eines Landes willen! Was passiert dann, wenn man nach Eudaimonia strebe?

 

Easterlin 1974: http://graphics8.nytimes.com/images/2008/04/16/business/Easterlin19...

Cummins 2000: http://www.springerlink.com/content/v44770mp56100r51/

Glücks-BIP:

http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/wohlstan...

 

http://freakonomics.blogs.nytimes.com/2010/11/17/whats-on-englands-...

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