Transition Austria

Machbare Schritte und profunde Innovationen für eine zukunftsfähige Lebensweise

Laubbäume verdünsten 16 mal mehr Wasserdampf als die gleiche Fläche Meer. Denn das Meer hat nur eine Verdünstungsfläche, Laubbäume hingegen viele Blätter, deren Fläche "atmet". Bäume schaffen ein Mikroklima um sich herum: durch die Wasserverdünstung kühlen sie die Luft und das Wasser sammelt sich in Wolken, die - wenn viele andere Bäume in der Umgebung für Schutz vor Überhitzung sorgen - nicht vom Wind fortgetragen werden, so dass der Regen wieder auf die gleiche Gegend fällt. So schließt sich der Kreis. Wenn aber Bäume abgeholzt und die Erdoberfläche versiegelt oder mit Steppenpflanzen angebaut wird (Getreideanbau), dann erhitzt sich das Land durch die ungehinderten Sonnenstrahlen, es entstehen Temperaturunterschiede zwischen verschiedenen Regionen, starke Winde transportieren Luftmassen von Hochdruck- zu Tiefdruckgebieten, das Klima schlägt Kapriolen, die Erde trocknet aus, einzelne Bäume und die niedrigere Vegetation haben es viel schwerer, sich mit genügend Wasser zu versorgen und das Land versteppt bzw. wird zu einer Wüste. Das ist die wahre Ursache der Klimawandlung. CO2 wird von der Vegetation aufgenommen und in Biomasse verwandelt, d.h., die CO2-Konzentration taugt nicht als Indikator der Klima-Krise. Die beste Maßnahme, um die Klimakatastrophe abzuwenden ist die Verteidigung der Wälder, insbesondere der Urwälder.
"Biosprit" aus Ölpalmen ist  sehr klimaschädlich, denn da werden Urwälder abgeholzt, um Ölpalmen -Plantagen anzulegen. Ein Irrsinn.
Wir brauchen eine ganz andere Landwirtschaft, wenn die Katastrophe abgewendet werden soll - eine Landwirtschaft, in der Wasser- und Stoffkreisläufe wieder geschlossen werden. Das Ende des billigen Öls ist ein zusätzliches Argument dafür.
Siehe: http://www.aquaterra-berlin.de/
Prof. Willy Ripl, Systeminstitut Aqua Terra (SAT) e.V., Technische Universität Berlin, plädiert für dezentrale, autarke Strukturen.
Veröffentlichungen: http://www.aquaterra-berlin.de/index.php/download-von-veroeffentlic...

Seitenaufrufe: 110

Antworten auf diese Diskussion

Hallo Giuliana,

können wir diesen sehr wichtigen Diskussionsbeitrag in die allgemeine Diskussion verschieben?

oder Du solltest noch genauer sagen was das für Auswirkungen auf die Transitionkonferenz haben soll. In diesem Forum solls ja um spezifisch österreichische Anliegen gehen und auch darum wer sie vertritt. Danke an Gerd Wessling dass er das eingerichtet hat!

Franz
Der Klima Wandel ist ein wichtiges Argument für die Transition Towns Bewegung. Auf dem Transition Training in Bielefeld kam auch das CO2 Argument zur Sprache. Dieses Argument ist umstritten und ich finde es wichtig, die wahren Ursachen für den Klimawandel zu benennen und nicht von der CO2 Konzentration in der Atmosphäre zu sprechen. Die CO2 Konzentration für den Klimawandel verantwortlich zu machen ist inzwischen Mainstream-Meinung. Angesichts der Tatsache, dass diese Konzentration nur eine Variable im System ist, die an sich nichts bedeutet, muss man sich fragen, wem dieses Argument nützt. Ich vermute die Atomlobby dahinter, denn nachdem die Sorge um die CO2 Konzentration in das kollektive Bewußtsein eingedrungen ist, kann die Atomindustrie als Retterin brillieren, weil sie oberflächlich gesehen Energie ohne CO2-Ausstoß produziert - obwohl die Energiebilanz dieser Technologie ganz anders aussieht.
Insofern hat diese Information sehr wohl mit der Transitionkonferenz zu tun, und zwar mit den Inhalten.
hallo giuliana,

daß du dich von dem CO2-lügenkonstrukt abwendest bzw. abgewendet hast, nehme ich nun zum ersten mal zur kenntnis. und freue mich.

danke für den hinweis zu willy ripl, weil ich mich in der kurzen zusammenfassung sofort zu hause fühle. dezentrale und weitest gehend autonome strukturen sind auch mein ziel. bedenke, daß dies auch die auflösung zentralisierender instanzen beinhaltet.

ich musste mitglied dieser gruppe werden, um an der diskussion mich beiligen zu können. dabei geht es mir um die TT-bewegung und hier insbesondere um bielefeld, weil ich hier lebe. 2 mal war ich nun auf veranstaltungen mit anschließender diskussion und machte jedesmal die erfahrung, daß die akteure nichts von dem begriffen haben, womit sie sich auszeichnen.

jedesmal habe ich ihnen dargelegt, daß sowohl die theorie des CO2-treibhauseffektes unsinn ist als auch die datenbasis gefälscht wurde, die dann zum IPCC-report führte. und immer die situation, daß keine gegenargumente zur verfügung stehen und so weiter gemacht wird, wie bisher.

dramatisch empfand ich gespräche mit mitgliedern aus einzelnen AG's, die das völlige fehlen eines intensiven diskurses um die arbeitsgrundlagen bestätigten. damit mutiert TT-bielefeld zu einer gruppe von fremdbestimmten akteuren. daß kann aber nicht das ziel sein.

wenn ich hier so ausführlich rede, dann mit dem ziel, die TT-bewegung in ihrer substanz stärker zu reflektieren. wir sind ja schon auf der attac-SoliOeko-liste aneinander geraten, wo du mir einen maulkorb umhängen wolltest, was ich dann als faschistoid bezeichnete. gut, krasse wortwahl. aber in der substanz immer noch gültig. weil alle bewegungsformen danach zu beurteilen sind, wie sie mit kritischen positionen, oder sogar gegenpositionen, umgehen können.

bei meiner ersten TT-bielefeld-erfahrung sah es sehr trüb aus, weil es sich zum direkten mobbing entwickelte. ich kann ja verstehen, daß menschen unangenehm werden können, wenn sie sich in ihrem direkten durchgang gestört fühlen.

mit grüßen, willi
hallo

diskussionen um die naturwissenschaftlichen grundlagen der klimawandeldebatte halte ich für sinnvoll. vor allem, weil es in der tat darum geht, zu verstehen, was den klimawandel "verursacht".

treibhausgase haben bestimmte physikalische eigenschaften und es ist m.e. unzweifelhaft, dass co2 und andere gase mit ähnlichen eigenschaften den klimawandel naturwissenschaftlich betrachtet "verursachen".

das bestreitest du auch nicht, giuliana, wenn du schreibst: "CO2 wird von der Vegetation aufgenommen und in Biomasse verwandelt, d.h., die CO2-Konzentration taugt nicht als Indikator der Klima-Krise."

es ist übrigens üblich, vom kohlenstoffkreislauf zu sprechen. die modelle der verursachung des klimawandels beziehen selbstverständlich wasser und vegetation mit ein... deshalb ist die modellierung offenbar auch so komplex, nicht nur, weil "das klima" selbst, sondern auch seine verbindung mit dem biologischen system derart schwer zu verstehen ist.

es ist in der wiss. community auch längst klar, dass landnutzungsänderungen, biofuels etc. alle zum klimawandel beitragen.

was nicht schwer zu verstehen ist, ist allerdings 1. dass sich das klima sehr rasch verändert, 2. menschlicher einfluss dafür mit hoher wahrscheinlichkeit ausschlaggebend ist und 3. die verbrennung fossiler stoffe (neben anderen treibhausgasquellen) dafür sehr relevant ist.

die "theorie" des einflusses der atomlobby halte ich für unsinn. wie jede andere "verschwörungstheorie" überschätzt sie den einfluss von interessensgruppen, ignoriert die logik eines subsystems wie der wissenschaft (die nur funktioniert, weil sie über "wahr" und "falsch" argumentiert und nicht über "macht" und "machtlos" oder "zahlen" und "nicht-zahlen" wie in der industrie) und missversteht in diesem speziellen fall auch den stand der klimawandel-debatte.

ich denke, euch geht es um den "gesellschaftlichen aspekt" - und da sind wir wohl (klimawandel hin oder her) d'accord wenn wir für dezentrale, selbstbestimmte lebens- und wirtschaftsweisen eintreten.

soweit man die klimawandeldebatte kritisiert, weil sie (leider zumeist) impliziert, dass ein "weiter so" mit wirtschaftswachstum, konkurrenz etc. notwendig und vorteilhaft ist, wäre ich dabei; soweit man die klimawandeldebatte INNERwissenschaftlich kritisiert (wie ihr das tut), halte ich das für falsch (und auch für kontraproduktiv). über die eigenschaften von co2 lässt sich schwer streiten; und über die eigenschaften des klimasystems nur mit komplexen modellen, die niemand von uns wirklich versteht, weil wir keine klimawissenschaftler sind.

lg, andreas
hallo andreas,

deine argumentation bringt eine starke selbstunterwerfung zum vorschein, die mich wirklich überrascht. einerseits verwendest du den begriff "verschwörungstheorie" und, in einer wohl abwertenden zuordnung, reihst du die kritik an der CO2-treibhausgastheorie ihr zu.

dann aber willst du die wissenschaft von ihrer abhängigkeit befreien, weil sie über wahr und falsch argumentiert, was auch dies alles heißen mag. wenn du allen ernstes eine unabhängigkeit der wissenschaft postulierst, dann hast du wirklich wenig von ihren inneren mechanismen verstanden. und was machst du mit jenen disziplinen, die nicht auf externen gesetzlichkeiten der natur beruhen?

die 'klimawandeldebatte kritisier(en)' ist natürlich nicht mein interesse, sondern sie zu führen. du formulierst eine merkwürdige reihe:
1. dass sich das klima sehr rasch verändert
2. menschlicher einfluss dafür mit hoher wahrscheinlichkeit ausschlaggebend ist und
3. die verbrennung fossiler stoffe dafür sehr relevant ist

1) ist sehr subjektiv, 2) ist höchst fraglich in dieser frei schwebenden reihe und 3) müsste erst mal genauer untersucht werden, um die wirkungen anderer komponenten in grober größenbetrachtung abzuschätzen.

eine der wesentlichsten wirkungen entstehen aus den waldzerstörungen mit folgender austrocknung und einer immensen staubproduktion in industriellen zentren. neben den schwankungen der energieeinstrahlung der sonne sind dies die wohl stärksten wirkungskräfte.

die sonne können wir nicht beeinflussen. wohl aber die zerstörung absorbierender oberflächen und die staubentwicklung, die zu deutlichen änderungen der strömungsverhältnisse beiträgt. wir müssen uns bei allen relativen betrachtungen daran erinnern, daß vor 800-1000 jahren in grönland landwirtschaft betrieben wurde und die sahara bis vor 5000 jahren noch großflächig bewaldet war. erst durch die bronze/kupferproduktion wurde es massiv dezimiert.

wir haben eine große aufgabe neben der entwicklung menschenwürdiger gemeinschaften. das ist die wiederaufforstung des planeten, für die wir wieder die wassersysteme generieren müssen, wie es unsere vorfahren schon vor 5000 jahren taten. das sind dinge, die nichts mit wachstumsbeschleunigungen zu tun haben, auch nichts mit vernutzung natürlicher ressourcen, sondern rückleistung der menschen an die natur.

mit grüßen, willi
tut mir leid. das ist glaube ich zum großteil falsch.

nur zu den 3 punkten, die ich nannte: 1) die globalen temp.messungen sind nicht anzuzweifeln (wären sie anzuzweifeln, dann müsstest du die allermeisten daten, die dein weltbild mitformen, anzweifeln). 2) die physikalischen eigenschaften von co2 etc. sind wohlbekannt (wären sie dies nicht, müsstest du auch die eigenschaften von wasser, die du unterstellst, anzweifeln), 3) nachdem bei der verbrennung fossiler stoffe co2 frei wird, ist auch für den laien einsichtig, dass hier wohl ein zusammenhang besteht.

nachdem ich selbst wissenschaftlich aktiv bin, wage ich zu behaupten, dass ich eine gewisse kenntnis der innerwissenschaftlich wirksamen mechanismen besitze.

ich glaube nicht, dass deine art, das thema zu diskutieren, zielführend ist.

vor allem, weil, wie ich schon sagte, wir ja wohl in der perspektive dezentraler selbstbestimmter produktion übereinstimmen - ob nun mit dem klimawandel begründet oder nicht.

übrigens ist das transition town movement eher auf peak oil als "anstoß" fokussiert.

aber gut, das wirst du anders sehen.

so long, andreas
ps: wär fein wenn du ein foto hochladen würdest. danke

RSS

© 2022   Erstellt von Franz Nahrada.   Powered by

Badges  |  Ein Problem melden  |  Nutzungsbedingungen